Bevor Christoph Kolumbus die Insel 6.Dezember 1492 entdeckte und für das Spanische Königreich beanspruchte, besiedelten verschiedene südamerikanische Indianerstämme, über die kleinen Antillen im Süden herkommend, die Insel.
Die Einheimischen wurden von den Spaniern versklavt, um auf den Zuckerrohrfeldern und in den Goldminen zu arbeiten. Dieses überlebte kaum ein Indianer und so wurden afrikanische Sklaven auf die Insel Hispaniola, kleines Spanien, so benannt von C. Kolumbus, verschleppt.

1502 wird Santo Domingo an der Südkueste gegründet, ab 1535 aber verliert die Hauptstadt die Wichtigkeit für das neue Spanien an Südamerika, wegen der dortigen neu entdeckten Goldfunde.

Anfang 1500 wurden die ersten Widerstände gegen die Sklaverei laut. Unterstützung in seinem Kampf gegen die Spanier, bekam der Tainohäuptling Enriquillo von dem Dominikanermönch Montesino und entlaufenden afrikanischen Sklaven.
1533 endlich schliessen die Spanier einen Friedensvertrag mit den restlich verbliebenen ca.500 Tainos, die danach in der Region Azua angesiedelt werden. Sir Francis Drake plünderte in Santo Domingo 1586. Er bildete nur den Auftakt fuer die folgenden Piratenüberfälle. Um dem Herr zu werden, entsiedelten die Spanier den Norden der Insel. Dadurch erreichten sie aber nur, dass die Franzosen fussfassen konnten und tatsächlich, mit dem Frieden von Rijswijk gibt Spanien den Westen an Frankreich ab.

Kaum 100 Jahre später muss Spanien auch den Osten an Frankreich abtreten und Haiti wird zum Kaiserreich. Die Spanier hatten im Osten die Herrschaft zurück erobern können, wurden aber 1822 von den Haitanern besetzt.


In der über 20 Jahre dauernde Besetzung wurde der Geheimbund La Trinitaria von Duarte, Mella und Sanchez gegründet und am 27. Feburar 1844 erreichten sie die durch eine Revolution in Santo Domingo die Unabhängigkeit und somit die Gründung der Dominikanischen Republik.
Es folgte noch einmal die Abgabe der Souveränität des Staates durch den 1. amtierenden Präsidenten und endlich nach einigen Jahren erfolgte durch den Bürgerkrieg von 1865 die Wiederherstellung der Unabhängigkeit.

Die folgende Zeit erwies sich zunehmend als schwierig und US$ -Anleihen als Tropfen auf den heissen Stein. Durch wirtschaftliche Zwänge gab die junge Republik ihre Souveränität nach und nach an die USA ab, die 1916 Besetzer wurden und Neustrukturierungen in allen Bereichen durchsetzen konnten.
Trujillo wurde von den Besetzern gefördert und er nutzte seine Machtposition dadurch aus, dass er äusserst korrupt war und politische Gegner ermorden liess. Er wurde am 30.Mai dann selbst ermordet.Sein Nachfolger wurde durch ein Militaerputsch ins Exil getrieben. Nochmal kamen amerikanische Soldaten zum Einsatz.

J.Balaguer ,gewählter President ab 1966, gab sich in seiner Politik USA-freundlich. Er richtete Freihandelszonen ein und kurbelte damals den Tourismus an.

Heute macht der Tourismus ca.35 % des Bruttosozialproduktes aus. Die Zuckerproduktion liefert den Rohstoff für einen weiteren grossen Wirtschafsfaktor : Rum. Ausserdem gewinnt die Tabakproduktion immer mehr an Bedeutung.

Von der turbulenten Vergangenheit ist in der Gegenwart nicht mehr viel zu spüren. Im Gegenteil: Die Lebensphilosophie der Dominikaner ist ausgeprochen gelassen.

Der im August 2004 neu gewählte Präsident Leonel Fernandéz löst nun den Präsidenten Mejia Hipólito ab, der das Land in den letzten 4 Jahren nahe einem Wirtschaftskollabs gebracht hatte. Nun hoffen die Dominikaner, dass die Zeit der grossen Korruption vorbei ist und es wirtschaftlich wieder Perspektiven gibt.